Bankreise 2018 "Andalusien"

Vom 24.04. bis 01.05.18 lernte unsere Reisegruppe eine der außergewöhnlichsten Provinzen Spaniens kennen

Andalusien, dieser klangvolle Name steht nicht nur für eine der außergewöhnlichsten Provinzen Spaniens, Andalusien ist Spanien! Im Land der „Fiestas“ und des „Flamenco“ ist der maurische Baustil allgegenwärtig – das Erbe der Jahrhunderte langen Vorherrschaft der Araber. Zu den schönsten und eindrucksvollsten Zeugnissen aus dieser Zeit gehören ohne Zweifel die weltberühmte Alhambra, der Königspalast von Granada sowie die Mezquita, die große Moschee von Cordoba.

Nachfolgend ein kleiner Reiserückblick von unserer Mitarbeiterin und Reisebegleiterin Katrin Fischer

1. Tag: Flug nach Spanien - Málaga

Morgens um 05:15 Uhr ging es mit dem Bus von Burgkunstadt, über Altenkunstadt und Weismain zum Flughafen nach München, wo wir unsere Reise in die südlichste Landschaft Spaniens, ins eindrucksvolle Andalusien starteten. In München stießen zwei Gäste aus dem Kölner Raum dazu, nun war unsere Reisegruppe komplett. Nach unserer Ankunft in Málaga nahm uns Nadine Wagner, unsere örtliche, deutschsprachige Reiseleitung in Empfang und machte mit uns gleich eine erste kleine Stadtrundfahrt. Von einer Aussichtsplattform sammelten wir die ersten Eindrücke, bevor wir gemütlich durch die Altstadt von Málaga spazierten und in einer Bodega mit einem Begrüßungsgetränk überrascht wurden. Weiter ging es dann zu unserem Hotel in Torremolinos.

2. Tag: Stierkampf hautnah – Ronda und Reservatauro

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Stierkampfes - der Tradition, die seit jeher das spanische Leben begleitet. Wir starteten in der „Geburtsstadt“ des Stierkampfes, in Ronda. Eine Stadt, wie sie einzigartiger nicht sein könnte: inmitten der Berglandschaft der Serranía de Ronda thronen ihre kleinen weißen maurischen Häuschen auf einem Felsplateau über der Schlucht des Rio Guadalevin. Hier besichtigten wir zuerst die älteste und größte Stierkampfarena Spaniens, bevor wir im Anschluss noch die verwinkelte Altstadt, mit dem Adelshaus Casa Don Bosco und der Kirche Santa Maria la Mayor erkundeten. Am Nachmittag hatten wir selbst die Möglichkeit, diese edlen Tiere in Natura zu erleben. Bei unserem Besuch auf der Stier- und Pferdezuchtfarm „Reservatauro Ronda“ erfuhren wir alles Wissenswerte über Zucht und Haltung der Stiere und Andalusier und durften sogar selbst einmal Torero spielen. Auch der Meister selbst, Rafael Tejada, ein erfolgreicher Matador und Gründer des Reservatoriums, hieß uns persönlich herzlich Willkommen. Weiterfahrt nach Chiclana de la Frontera an der Atlantikküste, dort haben wir den Abend in unserem Hotel direkt am Strand ausklingen lassen – oder verfolgten das Champions League-Halbfinalspiel.

3. Tag: der Fels von Gibraltar - „Gib al Tariq“

„The Rock“, der Felsen von Gibraltar, ist das bekannteste Wahrzeichen der Region. 711 landete der maurische Feldherr Tariq auf dem Felsen und begann von hier aus die Eroberung Andalusiens. Aus „Gib al Tariq“, dem Felsen des Tariq, wurde im Laufe der Jahrhunderte der Name Gibraltar. Schon nach Durchschreiten der Grenzkontrollen fühlt man sich in eine andere Welt versetzt, denn Gibraltar ist britisches Überseegebiet und von den typischen roten Telefonzellen oder Fish & Chips gibt es hier zur Genüge. Zu Fuß ging es zuerst über die Landebahn des Flughafens, danach mit Minibussen den Felsen empor, bis hoch zu den Tropfsteinhöhlen im Inneren des Felsens. Auch die wilden Affen tummeln sich dort immer noch und so wird Gibraltar wohl noch längere Zeit britische Kolonie bleiben: der Legende nach fällt die Felsenhalbinsel erst dann wieder von den Engländern an die Spanier zurück, wenn auch der letzte Affe die Felsen verlassen hat. Anschließend hatten wir einen schönen freien Nachmittag in der Innenstadt von Gibraltar mit der berühmten „Main Street“, bevor es die herrliche Panoramastraße an der Atlantikküste wieder zurück zum Hotel ging.

4. Tag: Hafenstadt Cádiz, Sherryprobe in Jerez und erste Eindrücke in Sevilla

Am vierten Tag machten wir eine abwechslungsreiche Tour. Zuerst besuchten wir Cádiz, die älteste Stadt Spaniens, die sich jahrhundertelang als Hafen- und Handelsstadt bewährte. Nach einer kurzen Panoramafahrt erkundeten wir die Innenstadt zu Fuß und sahen das eindrucksvolle Rathaus, die barocke Kathedrale und die geschäftige große Markthalle, bevor wir nach Jerez de la Frontera weiterfuhren und dort in der Sherry Bodega „José Estévez“ alles Wissenswerte über diesen besonderen Wein kennenlernen durften. Die eindrucksvollen Lagerhallen mit bis zu 25.000 übereinander gelagerten Fässern des bis zu 150 Jahre alten Weines und die leckere Sherryprobe am Ende der Besichtigung machten diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis. Auf unserem Rückweg nach Sevilla entschieden wir uns für einem Spaziergang durch die wunderschöne Parkanlage des Parks „Maria Luisa“ in Sevilla und schlenderten dort gemütlich durch den Säulengang des riesigen Palasts am „Plaza de España“, wo wir durch Glück noch einer Gruppe Einheimischer lauschen konnten, die echten spanischen Flamenco zu Gitarrenmusik und Gesang vorführte.

5. Tag: Sevilla - von Königspalästen und Christoph Kolumbus

Am fünften Tag tauchten wir komplett in die Welt der Königspaläste und des „Mudejár-Stils“ in Sevilla ein. An keinem anderen Ort kann man diese spanische Baukunstgeschichte so deutlich erleben, wie in diesen mittelalterlichen Königspalästen. Die Schlossanlage Alcázar wurde im Jahre 1987 zum Weltkulturerbe erklärt und unsere Erkundungstour führte uns sowohl durch die eindrucksvollen Schlossanlagen, als auch durch ihre magischen Gärten. Anschließend besichtigten wir außerdem noch die Kathedrale Santa María, welche zu den größten Kirchen der Welt zählt und das Grabmal von Christoph Kolumbus beherbergt. Nach einem Bummel durch die engen Straßen des ehemaligen Judenviertels mit seinen kleinen Plätzen und Restaurants, stärkten wir uns bei einem ausgiebigen Tapas-Menü in Mitten der Altstadt. Auch am Abend ging es bei einer Flamenco Show mit viel Herzblut typisch andalusisch weiter.

6. Tag: Mezquita- Catedral von Córdoba – eine Kathedralmoschee

Eine römisch-katholische Kathedrale mit integrierter Moschee und einem Betsaal mit mehr als 856 maurischen Säulen. Wo gibt es das schon, außer in der Mezquita-Catedral in Córdoba? Einmalig auf der ganzen Welt und unheimlich beeindruckend ist dieser schier endlos erscheinende Wald aus Säulen allemal. Auch durch das angrenzende Judenviertel mit seinen labyrinthischen Gassen und den blumengeschmückten „Patios“ (Innenhöfen) schlenderten wir, bevor nach unserer ausführlichen Führung, sogar noch Zeit für einen Gottesdienstbesuch war. So konnte wer wollte den Zauber der Mezquita, dieses herausstechenden Bauwerkes, hautnah miterleben. Unser Weg zurück zur letzten Unterkunft in Lanjaron, einem kleinen idyllischen Bergdörfchen, führte uns vorbei an der Sierra Nevada und lies noch genügend Zeit für Olivenölkostproben an einem alten umfunktionierten Bahnhofsgebäude.

7. Tag: Besichtigung Granada und Alhambra

Am letzten Tag unserer Andalusienreise erwartete unsere Reisegruppe ein weiteres Highlight: Granada, die letzte Stadt, die im Jahr 1492 von den Mauren zurückerobert wurde. Isabella I. von Kastilien und ihr Mann Ferdinand schufen von hier aus das gesamtspanische Königreich. Wir besuchten die berühmte Palastanlage Alhambra, die nach wie vor als eines der eindrucksvollsten Werke der arabischen weltlichen Baukunst gilt. Orientalische Lebenslust und künstlerische Pracht haben die Alhambra mit ihren Marmorgängen, Kachelsälen, Holzschnitzereien, Innenhöfen und Springbrunnen geprägt. Auch ein Spaziergang durch die schöne Gartenanlage des Generalife schloss sich an. Bevor wir dann zu unserem letzten Programmpunkt, dem Albaicín aufbrachen, legten wir eine schöne Mittagspause in der Altstadt von Granada ein. Im ältesten Stadtviertel Granadas, dem Albaicín hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Alhambra und dort ließen wir unseren erlebnisreichen Ausflug mit spanischer Musik ausklingen.

8. Tag: Rückflug nach Deutschland

Heute hießt es Abschied nehmen von Andalusien. Doch so wirklich konnten (und wollten) wir das noch nicht wahrhaben. Was bietet sich also besser an, als auf der Fahrt zum Flughafen noch einmal kurz einen Abstecher an die Küste zu machen und in dem kleinen Urlaubsörtchen Nerja mit seinen weiß getünchten Häuschen noch einmal die Seele baumeln zu lassen? Gesagt, getan. Und so schlenderten wir mit dem letzten Eis in der Waffel noch einmal durch die andalusischen Gassen und über den Platz „Balcón de Europa“ und blickten auf dem Felsvorsprung über die darunterliegenden Sandstrände und Felsbuchten hinweg.

Eine abwechslungsreiche Woche mit vielen wunderschönen und beeindruckenden Erlebnissen lag hinter uns.

Flug zurück nach München und Ankunft gegen 22 Uhr.

Impressionen der Reise