Bankreise im Herbst 2019

Vom 28.09 bis 05.10.19 erlebte unsere Reisegruppe des "Stiefels schönstes Ende" - Apulien

Apulien, der Absatz des italienischen Stiefels, ist eine faszinierende Region. Reizvolle Hügellandschaften und unberührte Schluchten stehen im Kontrast zu weiten Weinanbaugebieten und Olivenhainen, Mandelbaum- und Zitrusplantagen. Aber auch die Spuren vergangener Kulturen sind nicht zu übersehen. Monumente aus byzantinischer Zeit, unterirdisch angelegte Grotten und Höhlenkirchen, Felsenstädte, Kathedralen und Schlösser aus normannisch-staufischer Zeit, barocke Städte und nicht zu vergessen die kegelförmigen Trullihäuser in Alberobello prägen das Bild.

Nachfolgend ein kleiner Reiserückblick von unserer Mitarbeiterin und Reisebegleiterin Katrin Fischer

1. Tag: Flug nach Italien

Morgens um 9:30 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Bari, Apulien. Mit dem Bus ging es von Weismain über Altenkunstadt und Zettlitz zum Flughafen nach München und von dort aus mit Air Dolomiti ins faszinierende Apulien. Am Flughafen in Bari wurden wir bereits von unserer deutschsprachigen Reiseleitung Barbara Dilauro und unserem Busfahrer Vincenzo sehr herzlich in Empfang genommen und zum Hotel gebracht. Check-in und Abendessen.

2. Tag: Trani – Castel del Monte

Unsere Reise durch Apulien began im wunderschönen Hafenstädtchen Trani am adriatischen Meer. Dort besichtigten wir eine direkt an der Bucht gelegene normannische Domkirche und hatten nach einem Bummel durch die Altstadt genügend Zeit, um bei einem ersten Espressino (apulische Kaffeespezialität aus halb Espresso, halb Milch) das Flair dieses schönen Hafenstädtchens aufzunehmen. Am Nachmittag lernten wir die „Krone Apuliens“ kennen, das Castel del Monte des Stauferkaisers Friedrich II und tauchten weiter in die normannisch-staufische Geschichte Apuliens ein.

Castel del Monte
Castel del Monte

3. Tag: Castellana Grotte – Alberobello – Weinverkostung – Ostuni

Am dritten Tag erwartete uns nach dem Frühstück die größte Karsthöhle Italiens, die Grotte von Castellana. In der sagenhaften unterirdischen Höhlenwelt zog uns die friedliche und beeindruckende Stimmung sofort in ihren Bann. Im malerischen Örtchen Alberobello besuchten wir im Anschluss eine Kirche, bevor wir durch die weiße „Trulli – Siedlung“, für die Alberobello weltbekannt ist, schlenderten und dabei mitten im UNESCO Weltkulturerbe standen. Die Trulli Häuser fallen durch ihre weiß getünchten Fassaden und die charakteristischen kegelförmigen Dächer sofort auf und sind neben den weitläufigen Olivenhainen typisch für das Landschaftsbild Apuliens im Landesinneren. Bei einem kleinen apulischen Imbiss und einer Weinverkostung konnten wir uns nun stärken, bevor es zu einer Olivenpresse ging, in der wir alles über den Anbau, die Verarbeitung und Qualität von Oliven erlernten. Selbstverständlich durfte auch hier eine Verkostung nicht fehlen. Zum Abschluss des Tages fuhren wir dann nach Ostuni, bummelten dort durch das Labyrinth der engen Altstadtgassen und besuchten eine dalmatische Kathedrale.

Trulli-Siedlung, Alberobello
Trulli-Siedlung, Alberobello

4. Tag: Freizeit – optional Ausflug nach Otranto und Lecce

Heute ging es ganz in den südlichsten Teil des italienischen Stiefels, nach Otranto. In der Antike wurde diese Küstenstadt von Kolonisatoren aus Griechenland gegründet. Wir starteten mit einem frisch gepressten Orangensaft und einem weiteren Espressino, schlenderten durch die Altstadt und besichtigten den gewaltigen Mosaikfußboden in der normannischen Kathedrale, bevor wir uns für das Mittagessen auf den Weg zurück gen Norden machten. Im wunderschönen Agritourismo „La Cutura“ wurden wir mit einem riesengroßen Teller Antipasti mit allerlei apulischer Spezialitäten und Wein überrascht. Anschließend wurden wir von der Hausherrin noch durch die Gartenanlage mit einem wirklich beeindruckenden Kakteengarten geführt. Am Nachmittag machten wir dann nochmal Halt in Lecce, einer barocken Stadt in Salento, die uns mit ihren Kirchen, Häuserfassaden und dem von ihr ausgehenden Flair zum Abschluss des Tages noch einmal sehr begeisterte. Besonders beeindruckend blieb den Reiseteilnehmern die Fassade der Kirche Santa Croce im stimmungsvollen Abendlicht im Gedächtnis.

Santa Croce
Santa Croce

5. Tag: Martina Franca – Tarent

Wir starteten den 5. Tag in der Stadt Martina Franca, einem wahren Juwel. Hier konnten wir über einen riesigen Markt schlendern und allerlei Köstlichkeiten probieren, Souvenirs einkaufen, und bei einem Bummel durch die Altstadt die außergewöhnlichen Fassaden und Gassen dieser tollen Stadt bewundern. Weiße Wände und dunkle Fenster und Balkone, geschwungene Straßen, Eisdielen und Restaurants an jeder Ecke. Im Anschluss besuchten wir Tarent, in dem wir nach einer Mittagspause bei frischem Fisch am Meer im archäologischen Museum einen ausführlichen Eindruck in die Geschichte der „Magna Graecia“, der Griechen, erhielten.

6. Tag: Bari – Polignano a Mare

Am Vormittag empfing uns Bari, die Hauptstadt der Region Apulien. Sie ist nach wie vor eine der bedeutendsten Hafen- und Universitätsstädte an der Adria und die gesamte apulische Geschichte kann hier im Kleinen nachvollzogen werden. Wir besichtigten die romanische Basilika San Nicola, in deren Krypta wir Zeugen eines beeindruckenden orthodoxen Gottesdienstes wurden. Auf unserem Sparziergang durch die Stadt konnten wir die handwerkliche Herstellung der traditionellen Nudeln Apuliens (Orecchiette) bestaunen, sowie die typischen frittierten Pizzataschen Panzerotti bei einem Gläschen Wein verkosten. Im malerischen und romantischen Örtchen Polignano a Mare stand am Ende dieses Tages noch der Besuch einer traditionellen Gelateria an. Mit einer Kugel Eis in der Hand genossen wir noch die Aussicht von den steil abfallenden Felsenklippen hinaus aufs Meer und schlenderten durch dieses charmante kleine Örtchen. Am Abend ließen wir es uns kulinarisch noch einmal richtig gut gehen und kehrten in einem familienbetriebenen Restaurant in Castellana ein. Die Dame des Hauses zauberte uns ein außergewöhnlich tolles 3-Gänge-Menü, ihr Ehemann bediente uns in freundlichster italienischer Gastgebermanier. Ein wundervoller Tag ging somit stimmungsvoll zu Ende.

7. Tag: Kulturhauptstadt Matera

An diesem Tag stand ein weiteres Highlight auf dem Programm: Matera, eine der beiden europäischen Kulturhauptstädte 2019, mit seinen „Sassi“, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Diese Tuffgrotten waren von frühgeschichtlicher Zeit bis nach dem Zweiten Weltkrieg bewohnt und sind immer noch eindrucksvolles Zeugnis dieser Zeit. In diesem Dorf am Hügel war der Ausblick auf die Häuser- und Höhlenlabyrinthe ein wirklich atemberaubendes Erlebnis. Wir besuchten dort eine typische Grotte, sowie eine Felsenkirche. Auf dem Weg zurück ins Hotel hatten wir in Altamura noch die Möglichkeit, das handwerklich hergestellte köstliche Altamura-Brot bei einem Gläschen Wein verkosten zu dürfen. Altamura wurde einst auch „Löwin Apuliens“ genannt.

8. Tag: Rückflug nach Deutschland

Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck ging es zurück zum Flughafen Bari. Nach unserer Landung in München fuhr uns unser Bus bequem zurück in die Heimat.